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Smartes System vernetzt Hamburger Hafen

14. 07. 2016

Ein großer Anwendungsbereich für 5G ist die Vernetzung von Verkehrsteilnehmern und zentralen Leitstellen. Im Bereich smart car/smart logistics gibt es bereits erste Betriebsmodelle in Deutschland. So haben die Hamburger Port Authority und T-Systems einen Vertrag unterzeichnet, um den Regelbetrieb im Hamburger Hafen weiter zu digitalisieren.

Über das neue Logistiksystem „smartPORT logistics“ werden zukünftig LKW- und Containerbewegungen effizienter gesteuert. Dadurch können Staus und Wartezeiten im Hafengebiet reduziert und der Umschlag der Frachtgüter beschleunigt werden. Der Hamburger Hafen ist der zweitgrößte Hafen in Europa, im Jahr 2015 wurden fast zehn Millionen Container umgeschlagen.  Bis 2025 soll sich diese Zahl verdoppeln. Da das Hafengebiet aber im Herzen der Stadt liegt, ist eine Erweiterung des Hafens nur begrenzt möglich. Der vorhandene Platz muss also noch besser ausgenutzt werden. Hier setzt das neue smarte Logistiksystem an.

SmartPORT logistics App für das Smartphone

Die smartPORT logistics Anwendung vereint eine Private Cloud mit der Connected-Car-Plattform der Telekomtochter T-Systems und der Connected Logistik Software von SAP. Die Lösung kombiniert Frachtdaten mit Informationen aus Telematik-Systemen verschiedener Anbieter sowie die Infrastruktur- und Verkehrsdaten der Hamburger Hafenbehörde. Für die Fahrer in den LKW stellt die Telekom außerdem eine Android-Smartphone-App bereit, die zur Übermittlung der Daten in den Fahrzeugen dient. Über die SAP-Software werden schließlich alle Echtzeit-Daten zusammengefügt und den Nutzern auf einem Online-Portal zur Verfügung gestellt: Position der Lkws und Container, Terminal- und Depot-Infos, Baustellen, Brückenöffnungszeiten und freie Parkflächen. So erhalten Hafenmanagement, Speditionen und Parkraumbetreiber rund um die Uhr ein umfassendes Lagebild und können schnell auf Störungen und Verkehrsbehinderungen reagieren.

FN